Mollys Träumereien. Das letzte Kapitel aus dem „Ulysses“ von James Joyce

Szenische Lesung, Idee von Volker Fleige, Fassung von Martina Eitner-Acheampong, exklusiv auf dem KunstFest PASSAGEN

Nach „Der Fall Usher“ wird das Gut Rödinghausen wieder zum Bühnenbild und zwar für den 1922 erschienen Roman „Ulysses“. In diesem Roman, richtungsweisend für das 20. Jahrhundert, beschreibt James Joyce in 18 Episoden den 16. Juni 1904 im Leben des Leopold Bloom. Am Ende dieses Tages hat er sich zu Ehefrau Mollys Füßen ins Bett gelegt. Gespielt von Martina Eitner-Acheampong zieht diese halb träumend, halb wachend mit irischer Musik durch das Gut Rödinghausen. Kindheits- und Jugenderinnerungen, erotische Vorstellungen, Gedanken an die Kinder und ihren Mann Leopold strömen in acht langen Sätzen ohne Punkt und Komma durch Mollys Hirn. Einschlafend denkt Molly daran, wie sie Leopold Bloom schließlich als Partner akzeptierte. Mollys „Ja“ beschließt den Roman. Ulysses/Odysseus ist nach langer Irrfahrt zu Hause angekommen. Der Tag ist abgeschlossen, der Held ruht wieder bei seiner Frau. Der Monolog macht klar, warum der „Ulysses“ seinerzeit einen Skandal auslöste und zuerst verboten wurde. Derb geht es da oft zu, als obszön wurden viele Passagen empfunden. Molly redet und denkt eben, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Nach einem Auftakt im Kaminsaal streift sie wie eine Museumsbesucherin durch das Industriemuseum, ihr Traum wird zu einem Selbstgespräch und einer Selbstbefragung in musealer Kulisse.

Die Gänge der Molly Bloom werden mit Kameras auf eine Leinwand in den Kaminsaal übertragen und dort von Tom Daun an der Harfe begleitet.

Ausführende: Martina Eitner-Acheampong, Tom Daun

Die Aufführung wird von HJS Emission Technology unterstützt.


Fr, 09.09. | 20:00 Uhr
Ort: Kaminsaal im Gut Rödinghausen
Eintritt: 18,- € VVK / 20,- € AK
Tickets online bestellen: PROTICKET (online)
Telefonisch (PROTICKET): 0231 / 9 17 22 90
Ticketbestellung Kulturbüro: 02373 / 903 8761